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9783465043324xxl


Parution : 01/2018
Editeur : Vittorio Klostermann
ISBN : 978-3-4650-4332-4
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Notice SUDOC

Die Historische Rechtsschule

Hans-Peter Haferkamp

Présentation de l'éditeur

Bücher über die Historische Rechtsschule könnten ganze Bibliotheken füllen. Gleichwohl fällt es bis heute schwer zu beantworten, wer warum zu dieser Schule gerechnet werden kann und wer nicht. Dies liegt auch daran, dass die geistesgeschichtliche Methode, welche die Rechtshistoriografie im 20. Jahrhundert lange dominierte, bis heute Spuren hinterlassen hat. Epochen wurden von Leitfiguren her gelesen, in denen der Zeitgeist vermeintlich zur Entfaltung kam.

Die Historische Rechtsschule wurde seitdem weitgehend mit Friedrich Carl v. Savigny identifiziert. Die Forschung konzentrierte sich auf Savigny und ließ die meisten seiner Schüler fast unbeachtet. Als Gruppenphänomen erweist sich die Historische Rechtsschule bis heute als erstaunliche Terra incognita. Die Abhandlung unternimmt den Versuch, die Historische Rechtsschule erstmals als wissenschaftliche Schule und damit als Kommunikationszusammenhang einer großen Zahl von Rechtswissenschaftlern zu rekonstruieren. Drei Felder der juristischen Tätigkeit, in denen sich die Historische Schule als Einheit positionierte und in sich wandelndem Kontext auch mehrfach neu konstituierte, werden dabei betrachtet: der Jurist als Lehrer, als Rechtswissenschaftler und als Richter. 

 

Sommaire

Vorwort

A Einleitung 

I. Gans’ Frage

II. Ausgangsüberlegungen

III. Sondierung des Feldes

B Von den Römern lernen

I. Hugos Reformmodell von 1789

II. Didaktische Aufbruchsstimmung 1790–1803: Hugo, Haubold, Savigny

III. Das Civilistische Magazin als erster Sammlungsort

IV. Warum tote Rechte lehren? Die Geltungskrise des Jahres 1806

V. Der Aufstieg der Pandektenvorlesung 

VI. Eckpunkte eines gemeinsamen Lehrkonzepts

C Das Recht im Römischen Recht

I. Wissenschaftliche Konturen der Schule bis in die 1820er Jahre

II. Krisendebatten seit den 1820er Jahren

III. Methodologische Selbstvergewisserungen seit den 1830er Jahren

IV. Die »christlich-historische Schule« – Ergebnisse

D Der Gelehrte auf dem Richterstuhl

I. Justizkritik um 1800

II. Erziehungsfragen in preußischer Perspektive

III. Anhänger der Historischen Rechtsschule als Richter

IV. Verwissenschaftlichung des Gerichtsgebrauchs

V. Der Richter im wissenschaftlichen Kommunikationsprozess

VI. Rechtspolitische Grenzgänge: Die Justiz als Garant bürgerlicher Freiheit?

VII. Ein gemeinsames Justizkonzept? – Ergebnisse 

E Wendepunkte

I. Das Ende einer Ära

II. Zusammenbruch der Leitsätze der Schule 

III. Das Ende des Ausbildungsideals 

F Die Historische Rechtsschule als Schule

Studien zur europäischen Rechtsgeschichte , Vol. 310 , 396 pages.  59€