Présentation de l’éditeur
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Strafzumessung in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus. Die Strafzumessung war lange Zeit ein wenig berücksichtigtes Feld in der Strafrechtswissenschaft, obwohl viele grundsätzliche Theorien, z.B. zu Straftheorien oder zur Rolle des Ermessens, einen starken Einfluss auf die Bemessung der Strafe durch den Richter oder die Richterin haben. Anhand der vertretenen Straftheorien, der möglichen Strafarten, der Strafzumessungsgrundsätze und Strafzumessungstheorien untersucht die Arbeit, inwiefern die Kontinuitätsthese – also die Annahme, dass es durchgehende Entwicklungstendenzen in der Strafrechtswissenschaft des 20. Jahrhunderts gibt – auch für den größeren Bereich der Strafzumessung zutreffend ist und kommt zu dem Ergebnis, dass trotz aller Unterschiede in den Systemen und in der wissenschaftlichen Diskussion der Zeit die Tendenzen der Materialisierung, Ethisierung und Subjektivierung auch hier nachgezeichnet werden können.
Sommaire
1. Einleitung
Einführung in das Thema – Forschungsstand
2. Rechtsphilosophische Vorüberlegungen
Legitimation der Strafe – Kann es eine »richtige« Strafe geben?
3. Straftheorien
Überblick über die Straftheorien – Situation vor 1919 – Der Schulenstreit – Straftheorien in der Weimarer Republik – Straftheorien im Nationalsozialismus – Fazit
4. Strafarten
Strafarten in der Weimarer Republik – Strafarten im Nationalsozialismus
5. Strafzumessung
Strafrahmen – Strafzumessungsgrundsätze – Strafzumessungstheorien – Einflussfaktoren auf die Strafzumessung – Die Rolle des Richters
6. Kontinuitäten
7. Zusammenfassende Thesen